Nach circa 3 Stunden hatte ich dann gerade mal die Hälfte des Parks gesehen, konnte kaum mehr stehen und hatte etliche Liter Wasser verschwitzt. Aber das war´s wert. Natürlich bin ich keine 3 Stunden lang gejoggt, habe mich auch mal hingesetzt und mir nette Plätzchen ausgeguckt (besonders angetan hats mir die ruhige Lichtung oberhalb des "Shakespeare Garden"). Unglaublich wie groß dieser Park ist, auf der Karte denkt man ja immer, das ist so ne grüne Insel auf der Insel, und die Größe Manhattans hatte ich auch total falsch eingeschätzt.

Nach dem Jogging-Trip ging es dann also nahtlos über zur Besichtigung der Südspitze Manhattans (ok, dazwischen lag ne Dusche, ein kurzes Frühstück im Café und eine halbstündige Fahrt mit der Metro. In Downtown befindet sich das Finanzzentrum der Stadt, des Staats, der USA, vielleicht sogar der Welt. Da wo diese beiden Türme mal irgendwann standen befindet sich nun eine große Baustelle, und nebenan beginnt die Wall Street.
Zum Glück hatte ich im Internet vorher recherchiert, dass es von der Alliance for Downtown New York eine kostenlose, 90minütige Tour gibt, die jeden Donnerstag um 12 am US Custom House am Bowling Green (ältester öffentlicher Park Manhattans) startet. Und da bekam ich dann alle Informationen über das Finanzdistrikt und die Architektur, die man brauchen kann. Zum Beispiel über den rasenden Bullen, welcher nach einer Finanzkrise in den 90ern von einem Künstler hergestellt und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion mitten auf der Wall-Street abgeladen wurde um die Moral der Bänker zu heben. Und der nun an seinem immer noch provisorischen Bestimmungsort am Bowling Green bedingt durch die Schwerkraft jedes Jahr ein paar Zentimeter gen Süden wandert.Alles in allem kann ich diese Tour nur empfehlen, genauso wie ein Blick auf die Seite NYC for free . Da ist auch für den studentischen Geldbeutel was interessantes zu finden.
Im Anschluss an die geführte Tour setzte ich mich in die Fähre nach Staten Island, um auf dem Weg dorthin die Freiheitsstatue aus der "Nähe" zu sehen. Und ein paar schöne Fotos von Manhattan zu schießen. Zusätzlich sah ich dann in Staten Island sogar noch die USS Intrepid im Dock liegen, dieses Freiluftmuseum in Form eines Flugzeugträgers, welches ich gerne mal besucht hätte. Leider ist das Schiff bis Ende nächsten Jahres zur Aufarbeitung im Dock, daher gabs nur nen Blick aus der Ferne.

Wieder zurück in Manhattan machte ich mich dann auf den Weg zur Brooklyn Bridge. Diese beschritt ich allerdings nur bis zur Mitte, denn ich wollte an diesem Tag ja noch so viel mehr sehen. Dazu gehörte Chinatown, Ground Zero - und das Empire State Building kurz vor Sonnenuntergang. Offenbar hatte ich dabei wirklich Glück, denn die Schlange war (untypischerweise) sehr kurz und ich konnte einige phantastische Blicke über die Stadt werfen, mit der tiefstehenden Sonne über New Jersey... dafür kann man auch mal 18$ ausgeben!
Später gabs dann ein kurzes Abendessen bei Subway und einen Spaziergang zum Times Square, wo ich die Bustickets nach Boston für den nächsten Tag besorgte und den M&M-Store aufsuchte. Eigentlich nur aus Interesse heraus, wie man ein 3-stöckiges Geschäft mit Schokolinsen füllen kann, war ich doch erstaunt, was es nicht alles von dieser Firma gibt - und für was Leute tatsächlich Geld ausgeben. Plastik-Utensilien in jeglicher Form, vom Stift mit Aufdruck zum M&M-Spender in Gestalt der Freiheitsstatue. Kitsch at it´s best, und wenn man sich vor Augen führt, das der Times Square wohl mit die teuersten Quadratmeterpreise der Stadt hat fällt es schwer zu verstehen, wie sich so ein Ramschladen halten kann. Beziehungsweise wieviele Touristen und sonstige Deppen es geben muss, die für Plastikschrott und Dickmacher Geld ausgeben. New York, New York - Ort der begrenzten Unöglichkeiten!

1 Kommentar:
Echt super Aussicht... ich will auch NYC... denn:
Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii, in Rio, San Francisco lalalala...
:o)
Gute Heimfahrt :) Zum Glück mit BUS!!!
Kommentar veröffentlichen