Samstag, 28. Juli 2007

Spiderpig, Spiderpig,...

... does whatever a spiderpig does,
he can swing on a web, no he cant, he's a pig
look out, he is the spiderpig!


Habe mir heute mittag in Christiansburg den Simpsons-Film angeschaut, und ich kann nur sagen: für Fans der Serie ein Muss, ein Brüller nach dem anderen. Schade allerdings, dass der Film so kurz ist. Aber Maggie´s erstes Wort lässt ja hoffen... ;)

Ansonsten wachsen mir schon fast Schwimmhäute. Nicht weil das Wetter so toll wäre dass ich den ganzen Tag am Pool verbringen könnte, im Gegenteil. Nein, eher weil ich seit Tagen fast nur noch "Seafood" zu Essen bekomme. Donnerstag hatte ich mir im Supermarkt eine heruntergesetzte Packung frischer Schrimps gekauft und diese Abends mit Knoblauch und Zwiebeln in der Pfanne gebrutzelt. Gestern war ich dann bei meinem Kollegen Luca zum Essen eingeladen, der ja am Mittwoch seine Doktorarbeit präsentiert hat und daher zum Abschiedsessen geladen hatte. Zur Vorspeise gab es Penne mit Tomaten-Schrimps-Soße, und die Hauptspeise bestand aus gebackenem Lachs mit Kartoffeln. Und heute musste ich ja die Reste meiner Supermarkt-Schrimps verwerten, daher gabs nen Salat mit eben diesen kleinen Meeresviechern.

Sonst gibt es nicht viel Neues, nur dass ich meine allerliebste Simone momentan ganz dolle vermisse. Montag kommt sie aus München wieder, und dann können wir hoffentlich mal wieder telefonieren. Ich freu mich drauf. Aber bis dahin ist ja noch ein laaaaanges Wochenende über die Runden zu bringen...

Leider lässt das Interesse an meinem Blog ja zunehmend nach, zumindest wenn man der Entwicklung der Anzahl an Kommentaren glauben kann... Würde mich freuen, auch mal wieder öfter etwas aus der Heimat zu hören! Ich vermiss Euch doch alle!

Sonntag, 22. Juli 2007

The way back home

Die Ereignisse des Sonntags lassen sich schnell zusammenfassen. Warten.

Zunächst warten auf ein Mietauto. Denn durch diese geplatzte Rohrleitung in Manhattan war die Mietstation von Hertz für 2 Tage geschlossen gewesen, was dazu geführt hatte, dass für Sonntag zwar 77 Reservierungen vorhanden waren, aber nur 29 Autos in der Garage standen. Das führte natürlich zu tumultartigen Zuständen am Empfangstresen und einer Wartezeit von über einer Stunde, bis einige Autos von den Vermietstationen an den 3 Flughäfen der Stadt hergekarrt wurden.

Später dann die Warterei, endlich nach Hause zu kommen. Denn auch diesmal war wieder eine 11 stündige Fahrt zu absolvieren, wenigstens konnte ich mich diesmal unterwegs für ein Stündchen gescheit hinlegen während die anderen Minigolf spielten. Wieder diverese Highways in 5 Bundesstaaten zu befahren.

Und dann, endlich daheim: Warten auf den nächsten Tag und die Arbeit! Juchu!

Fazit: ein toller Ausflug, trotz der Reisestrapazen hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Mal ein paar Tage rauszukommen, nicht an die Arbeit denken zu müssen, und etwas neues zu sehen. Insgesamt habe war ich jetz zumindest schon mal in den Bundesstaaten Virginia, West Virginia, Maryland, Pennsylvania, New York, Conneticut und Massachusetts. Nicht schlecht für den Anfang ;)

Samstag, 21. Juli 2007

Boston, MA (cont.)

Auch der Samstag stand zur Erkundung Bostons zur Verfügung. Nachdem wir aus dem Hostel ausgecheckt und das Gepäck am (Bus)Bahnhof verstaut hatten setzten wir uns wieder getrennter Wege in Bewegung. Mich zog es nämlich eher ins Hafenviertel, während meine Begleiter auf Shopping aus waren. Entlang der Hafenromenade schlenderte ich unter dem ständigen Platschen der Wellen an die Uferbefestigung entlang und konnte nach dem Streß der letzten Tage und dem dauernden Hetzen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten auch mal abschalten. Da auch die Sonne sich mal blicken ließ machte ich es mir auf einer Bank gemütlich und verbrachte die ein oder andere Stunde damit, den Blick über das große Blau schweifen zu lassen... und an die Heimat und meine Zukunft zu denken. Immerhin steht ja irgendwann die Entscheidung an, wie es weitergehen soll, wenn ich mein Diplom in der Tasche hab. Da dies (trotz der Widrigkeiten und Probleme auf der Arbeit, die ich ja auf dieser Reise mal hinter mir lassen wollte und meist auch konnte) hoffentlich bald eintrifft - ich rechne mit Januar nächsten Jahres - wird es langsam akut.


Wohin also? Da mir ja vermutlich so viele Türen offenstehen werden ist es nicht leicht, sich für etwas zu entscheiden. Naja, damit man sich richtig entscheiden kann muss das Angebot erst mal konkreter sein. Aber man sollte sich ja schon vorher überlegen, was es denn gerne sein sollte, und Bewerbungen etc wollen ja auch ein wenig im Voraus geschrieben und verschickt werden.
Nach langem Hin und Her und etlichen Wochen, die ich diese Gedanken nun schon mit mir rumschleppe, habe ich in Boston am Meer endlich mal die Zeit und Muße gehabt, mich für etwas zu "entscheiden". Ist zwar eigentlich nur so etwas wie eine Konkretisierung einer Wunschvorstellung, aber immerhin. Zumindest werde ich wohl als allererste Option nach Abschluss meines Studiums in Erwägung ziehen, in Darmstadt zu promovieren. Wenn ich bis dahin nicht vollkommen entnervt bin vom wissenschaftlichen Arbeiten und doch irgendeinen Job annehme, nur um bloß nie wieder etwas mit Windkanälen zu tun haben zu müssen.

Aber letztlich kann ich mir doch recht gut vorstellen, mich noch eine gewisse weitere Zeit wissenschaftlich zu betätigen und zu meinen Doktor zu machen. Eine "gewisse Zeit" ist freilich etwas untertrieben, denn leider dauert so eine Promotion in Darmstadt ja in der Regel 4-5 Jahre. Also mal eben so viel Zeit, wie ich bisher in Darmstadt mit dem Studium verbracht habe. Und bis ich dann fertig bin, wäre ich über 30. Vielleicht geht´s ja auch schneller, mal schauen.

Falls das nicht klappen sollte... tja, dann weiß ich im Moment auch nicht so recht weiter. Jobs gibt´s sicher in Hülle und Fülle (zumindest wird das ja immer erzählt), aber welche Richtung ich da einschlagen sollte weiß ich auch noch nicht so recht. Und wo es mich hinverschlagen würde.

Ich bin zumindest mal zufrieden mit dieser "Vorentscheidung", die Zukunft wird´s zeigen wie die Geschichte ausgeht. Und eigentlich war ich ja auch in Boston, um etwas von der Stadt zu sehen...

Also machte ich mich wieder auf die Socken ins Stadtzentrum, um dort im Quincy Market ein gescheites Mittagessen zu mir zu nehmen. Das "fangfrische Schwertfisch-Steak mit Reis" war auch wirklich gut und das kulinarische Highlight dieser Reise. An Hummer, der hier wirklich sehr günstig zu bekommen ist, hab ich mich dann doch nicht getraut, und auch so fiel die Auwahl zwischen den vielen Köstlichkeiten in der Markthalle schwer. Auch mit dieser Wahl konnte ich zufrieden sein.

Nachmittags ging es dann per Chinatown-Bus wieder zurück nach New York, wo wir im Candy Hostel (gerade mal 2 Häuser vom vorherigen Hostel entfernt) unterkamen. Der Eingang ins Hostel durch das Untergeschoss war erschreckend und ließ Zweifel an der Qualität der Einrichtung aufkommen, aber als wir dann im Eingangbereich ankamen waren wir erleichtert. Wie sich herausstellte war die auf der Reservierung angegebene Adresse der Hintereingang, und die Zimmer und sanitären Einrichtungen waren wirklich top! Wer mal nach NY kommt, dem kann ich diese bleibe in der 96. (und nicht 95.!) Straße West nur empfehlen!

Freitag, 20. Juli 2007

Boston, MA

Freitag morgens dann die Abreise nach Boston mit dem Chinatown-Bus. Dazu muss man natürlich erst mal nach Chinatown kommen, also etliche Stationen Metro fahren und dann die Passage durch die Metrostation Grand St. überleben, deren Geruch eher an nen Fischmarkt erinnert. Die Fahrt mit dem Bus war dafür ganz angenehm, und nach nur 4 1/2 Stunden waren wir an der South Station in Boston. Mit der Metro ging es dann zunächst ins etwas außerhalb gelegene, dafür ganz schöne Hostel, und danach besuchten wir den Campus Harvards, der altehrwürdigen Universität. Überraschend waren für mich dabei 3 Dinge: Erstens dass in einer der renomiertesten Universitäten der Welt die Bibliothek Freitags um 17 Uhr schließt, zweitens dass der zentrale Campus relativ klein und nicht so schön ist wie ich es mir ausgemalt hatte - und drittens, dass es gerade im Heiligtum des US-amerikanischen Bildungswesens eine unermessliche Zahl von Verrückten gibt, die sich für die neueste Ausgabe des Harry Potter-Romans (Teil 7 oder so) Stunden vor Verkaufsbeginn um eine kilometerlange Schlange einreihen, die einmal um den ganzen Block ging. So etwas hätte ich ja sonstwo erwartet, aber nicht nahe einer Universität, deren Studenten zu den höchstbegabtesten der Welt gehören sollen. Dies lässt mich zumindest daran zweifeln...


Der Campus des MIT, welcher in 35minütiger Lauf-Entfernung zu Harvard am Ufer des Charles Rivers in Cambridge gelegen ist, war für uns zu groß um alles zu sehen. Aber letztlich ist jede Uni ja wie jede andere, und mag sie noch so bekannt sein. Im Endeffekt machen ja die Leute den Ruf der Universität aus, das Lehrpersonal und die Studenten. Und von beiden war während der Sommerferien an einem Freitag nachmittag nicht allzuviel zu sehen.

Deshalb ging es per pedes weiter Richtung Downtown, was dann doch ein recht anstrengender und langer Weg ist. Aber es lohnt sich, und besonders der Boston Common als grüne Oase im Trubel der City ist ein netter Fleck, um mal die Beine hochzulegen und sich zu entspannen. Gestärkt starteten wir dann den Freedom Trail, eine Route quer durch die Innenstadt entlang derer die wichtigsten historischen Gebäude und Sehenswürdigkeiten aufgereiht sind. Da Boston mit seiner Geschichte als einer der ältesten Siedlungen in Neu England eine wichtige Rolle unter anderem im Unabhängigkeitskrieg einnahm, kann man hier viele "alte" Gebäude und nett restaurierte Flecken sehen, an denen sich mal etwas (für Amis) wichtiges abgespielt hat. Als (ignoranter) Europäer kann man sich, unwissend bezüglich harter Fakten amerikanischer Kriegstreiberei, also immer noch halbwegs schöne Architektur angucken. Und vielleicht sogar noch das ein oder andere lernen.

Jedenfalls bekommt man auf dem Trail einen guten Eindruck vom Stadtzentrum, der Weg endet dann am Denkmal "Bunker Hill" (hier hat sich irgendeine wichtige Schlacht abgespielt) oder an der USS Constitution, einem alten Segelschiff das im Marinehafen vertaut ist und jedes Jahr zum Unabhängigkeitstag (ich berichtete) ein paar Runden auf dem Fluss drehen darf. Alles nett anzuschauen, aber nach einem langen Weg brauchten wir dann spät abends mal eine Pause und machten es uns auf einer Parkbank "gemütlich". Beine hochlegen und so. Denn morgen ist ja noch ein Tag.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Der erste (und einzige) ganze Tag in Manhattan

7:30 Uhr. Der Wecker bimmelt. Früh, aber man will ja auch was sehen, wenn man schon mal hier ist. Also Zähne geputzt, Turnschuhe angezogen - und einen dieser Kindheitsträume verwirklicht. Wenigstens einmal im Central Park joggen gehen, wie ein richtiger New Yorker. :)
Nach circa 3 Stunden hatte ich dann gerade mal die Hälfte des Parks gesehen, konnte kaum mehr stehen und hatte etliche Liter Wasser verschwitzt. Aber das war´s wert. Natürlich bin ich keine 3 Stunden lang gejoggt, habe mich auch mal hingesetzt und mir nette Plätzchen ausgeguckt (besonders angetan hats mir die ruhige Lichtung oberhalb des "Shakespeare Garden"). Unglaublich wie groß dieser Park ist, auf der Karte denkt man ja immer, das ist so ne grüne Insel auf der Insel, und die Größe Manhattans hatte ich auch total falsch eingeschätzt.


Nach dem Jogging-Trip ging es dann also nahtlos über zur Besichtigung der Südspitze Manhattans (ok, dazwischen lag ne Dusche, ein kurzes Frühstück im Café und eine halbstündige Fahrt mit der Metro. In Downtown befindet sich das Finanzzentrum der Stadt, des Staats, der USA, vielleicht sogar der Welt. Da wo diese beiden Türme mal irgendwann standen befindet sich nun eine große Baustelle, und nebenan beginnt die Wall Street.

Zum Glück hatte ich im Internet vorher recherchiert, dass es von der Alliance for Downtown New York eine kostenlose, 90minütige Tour gibt, die jeden Donnerstag um 12 am US Custom House am Bowling Green (ältester öffentlicher Park Manhattans) startet. Und da bekam ich dann alle Informationen über das Finanzdistrikt und die Architektur, die man brauchen kann. Zum Beispiel über den rasenden Bullen, welcher nach einer Finanzkrise in den 90ern von einem Künstler hergestellt und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion mitten auf der Wall-Street abgeladen wurde um die Moral der Bänker zu heben. Und der nun an seinem immer noch provisorischen Bestimmungsort am Bowling Green bedingt durch die Schwerkraft jedes Jahr ein paar Zentimeter gen Süden wandert.
Alles in allem kann ich diese Tour nur empfehlen, genauso wie ein Blick auf die Seite NYC for free . Da ist auch für den studentischen Geldbeutel was interessantes zu finden.

Im Anschluss an die geführte Tour setzte ich mich in die Fähre nach Staten Island, um auf dem Weg dorthin die Freiheitsstatue aus der "Nähe" zu sehen. Und ein paar schöne Fotos von Manhattan zu schießen. Zusätzlich sah ich dann in Staten Island sogar noch die USS Intrepid im Dock liegen, dieses Freiluftmuseum in Form eines Flugzeugträgers, welches ich gerne mal besucht hätte. Leider ist das Schiff bis Ende nächsten Jahres zur Aufarbeitung im Dock, daher gabs nur nen Blick aus der Ferne.


Wieder zurück in Manhattan machte ich mich dann auf den Weg zur Brooklyn Bridge. Diese beschritt ich allerdings nur bis zur Mitte, denn ich wollte an diesem Tag ja noch so viel mehr sehen. Dazu gehörte Chinatown, Ground Zero - und das Empire State Building kurz vor Sonnenuntergang. Offenbar hatte ich dabei wirklich Glück, denn die Schlange war (untypischerweise) sehr kurz und ich konnte einige phantastische Blicke über die Stadt werfen, mit der tiefstehenden Sonne über New Jersey... dafür kann man auch mal 18$ ausgeben!


Später gabs dann ein kurzes Abendessen bei Subway und einen Spaziergang zum Times Square, wo ich die Bustickets nach Boston für den nächsten Tag besorgte und den M&M-Store aufsuchte. Eigentlich nur aus Interesse heraus, wie man ein 3-stöckiges Geschäft mit Schokolinsen füllen kann, war ich doch erstaunt, was es nicht alles von dieser Firma gibt - und für was Leute tatsächlich Geld ausgeben. Plastik-Utensilien in jeglicher Form, vom Stift mit Aufdruck zum M&M-Spender in Gestalt der Freiheitsstatue. Kitsch at it´s best, und wenn man sich vor Augen führt, das der Times Square wohl mit die teuersten Quadratmeterpreise der Stadt hat fällt es schwer zu verstehen, wie sich so ein Ramschladen halten kann. Beziehungsweise wieviele Touristen und sonstige Deppen es geben muss, die für Plastikschrott und Dickmacher Geld ausgeben. New York, New York - Ort der begrenzten Unöglichkeiten!

Mittwoch, 18. Juli 2007

Mittwoch, 18.7.: Abfahrt

Eigentlich müsste die Überschrift Dienstag lauten, denn nachdem ich nachmittags meinen (hoffentlich) letzten Zahnarztbesuch inkl neuer Füllung absolviert und das Mietauto anschließend in Roanoke abgeholt hatte fuhren Mihai, Silvia und ich gegen 23 Uhr los. Eigentlich wollte ich vor der Abfahrt ja noch ein paar Stunden schlafen, das ließ sich aber irgendwie nicht einrichten. Aufgestanden war ich an dem Tag gegen 7, und an Ruhe war während der Arbeit und auch später nicht zu denken. Somit machte ich mich schon relativ fertig (nach Narkose und hartem Arbeitstag) auf den laaangen Weg nach New York.

---16 Stunden ohne Schlaf---

Zum Glück fiel mir das Fahren während der ersten 3-4 Stunden in unserem Pontiac G6 relativ leicht, irgendwann bemerkte ich jedoch die schleichende Müdigkeit in Form von bleiernen Augenlidern. Als Konsequenz fuhr ich auf die nächstgelegene "Rest Area" und versuchte, eine Mütze Schlaf zu mir zu nehmen. Meinen beiden Mitfahrern gelang das auch ganz gut, nur ich konnte es mir auf dem Fahrersitz in diesem "Mid-Size"-Wagen nicht so recht bequem machen. Hätte ich doch mal bloß mein aufblasbares Nackenhörnchen mitgenommen...

---20 Stunden ohne Schlaf---

Nach circa 45 minütigem Hin- und Hergewälze entschied ich mich zur Weiterfahrt. Zum Glück gibts ja in Virginia diese praktischen rauhen Streifen am Fahrbahnrand die einen Wecken wenn man einnickt... ;) Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt hatten wir dann auch endlich die erste Staatsgrenze erreicht: Welcome to West Virginia! Die Interstate 81 führt nur ein kurzes Stück durch den Bundesstaat, und schon bald waren wir in Maryland, gefolgt von Pennsylvania, New Jersey... und circa 9 1/2 Stunden nach Abfahrt waren am Horizont die Hochäuser Manhattans in Sicht!

--- 26 Stunden ohne Schlaf---

Das wir weitere 2 Stunden brauchen sollten, um überhaupt nach Manhattan reinzukommen, konnte natürlich keiner wissen. Ich hatte zwar vor der Abfahrt "Angst" vor der Rush Hour in Manhattan gehabt (wie man es aus den Filmen kennt), mir aber nicht träumen lassen dass der Stau bis draußen nach New Jersey, weit vor der Einfahrt zum Lincoln Tunnel, reichen würde. Im Stop-and-Go-Tempo ging es dann vorwärts bis wir irgendwann wieder aus dem Tunnel auftauchten - und uns mitten im Getümmel Manhattans wiederfanden! Auf den ersten Blick ist man erst mal von den Häuserschluchten um einen herum erschlagen und fühlt sich ganz ganz klein (besonders nach so ner zermürbenden Fahrt), bis man um eine Ecke biegt und NOCH größere Wolkenkratzer erblickt. Unglaublich! Leider begrüßte uns der Big Apple mit unterdurchschnittlichem Wetter, aber was soll´s, man kann ja nicht alles haben!

Zum Glück hatten wir uns dafür entschieden, den Mietwagen nach der Ankunft abzugeben und mit der Metro zum Hostel zu fahren, wo wir nach letztlich über 12 stündiger Odysee dann auch ankamen!

---28 Stunden ohne Schlaf---

Aber natürlich will man sich dann ja auch in den paar Tagen die man da ist ordentlich was angucken, deswegen keine Zeit vertrödelt und nach einer kurzen Dusche raus ins Getümmel! Ab in die Metro zum Times Square, und die Füße in die Hand genommen! Am ersten Tag in New York, New York konnte ich mir so bereits Midtown und das Empire State Building, das Rockefeller Center, die Grand Central Station, das UN-Hauptquartier sowie das Museum of Modern Art anschauen! Ist schwierig das ganze zu beschreiben, ich sag mal: selbst erleben lohnt sich! Ansonsten lasse ich für den ersten Tag einfach mal Bilder sprechen!

Ach ja. Und dann war da noch dieser... Vorfall. Ich komme gerade aus dem Central Park und laufe auf der Lexington Avenue gen Süden, als in weiter Ferne dicker Rauch aufsteigt. Muss in der Höhe der Grand Central Station sein. Mihai hatte mich wenige Minuten zuvor aus eben diesem Bahnhof angerufen, weil wir uns später fürs Abendessen wieder treffen wollten. Also hab ich versucht, ihn telefonisch zu kontaktieren. Aber da war das Handynetz schon überlastet. Hunderte New Yorker, Bänker und Restaurantbesitzer, stehen auf der Straße und glotzen ungläubig die Häuserschlucht hinunter, dahin wo der Rauch herkommt. Was ist passiert?


Keiner weiß genaues, Gerüchte gehen um, die Angst steht den Leuten ins Gesicht geschrieben. Ein weiterer Anschlag, keine Frage. Wie damals, vor 6 Jahren. Nun also Grand Central... Polizei und Feuerwehr rasen die breite, von Hochhäusern und Edelboutiquen gesäumte Straße hinunter, mitten ins Geschehen. Alle anderen laufen eher davon weg. Wollen eigentlich nur noch irgendwie nach Hause, aber natürlich fährt keine Metro über den Hauptbahnhof, und der Straßenverkehr ist vollkommen zum erliegen gekommen. Jeder macht sich Sorgen und versucht, jemanden anzurufen, der gerade in der Nähe gewesen sein könnte. Oder eben der Familie bescheid zu geben, dass es einem selbst gut geht.

Da konnte ja auch noch keiner wissen, dass nur ein "Steam Pipe" aus dem Jahre 1913 (und damit ein relativ neues!) geplatzt ist. Natürlich gab es Verletzte und eine Frau starb wohl an einem Herzinfarkt. Aber wenigstens war es kein Anschlag.

---40 Stunden ohne Schlaf---

Ende. Kaputt. Die Beine tragen nicht mehr. Es gäbe noch so viel zu sehen in New York bei Nacht, das Getümmel um den Times Square mit den zahllosen Broadway-Musical-Shows, aber irgendwann ist einfach Schluss. Also ab ins Hostel und die Beine hochgelegt. Und nach nur wenigen Minuten hatte ich endlich meinen lang ersehnten Schlaf. In New York!

Sonntag, 15. Juli 2007

New York, New York

So, nun ist es also beschlossen: nächste Woche werde ich nach New York fahren! Nachdem ich mit Mihai alle möglichen Wege in die Metropole ausgelotet habe und wir uns einig sind, dass Fliegen zu kompliziert, Bahnfahren zu teuer und Busfahren einfach zu langwierig ist, habe ich gestern ein Auto reserviert, so dass wir Dienstag nacht nach New York fahren werden. Dort werden Mihia, seine Schwester und ich bis Freitag bleiben, dann mit dem Bus nach Boston fahren um auch diese Stadt kennenzulernen, und wohl am Samstag wieder mit dem Bus nach New York zurückfahren um am Sonntag den Heimweg (wiederum per Mietwagen) anzutreten. Unterkommen werden wir in relativ günstigen Hostels in Manhattan, Hotels sind einfach zu teuer und für 3 Personen ist auch schwierig etwas zu bekommen.

Die Entscheidung mit dem Auto zu fahren hat uns viele Nerven gekostet, denn immerhin ist dass eine 8 bis 10 stündige Fahrt - und ich bin leider der einzige, der nen Führerschein hat und über 25 ist! Wird wohl also recht anstrengend, aber mit ner Pause unterwegs sollte es wohl klappen. Eine günstige Mietwagen-Firma zu finden war auch nicht so einfach, meist werden Einwegfahrten (also Rückgabe in nem anderen Ort als dem Abholort) gar nicht oder nur gegen hohe Gebühren angeboten, aber nun haben wir bei Hertz nach ewig langen Telefonaten mit der Reservierungshotline eine günstige Möglichkeit gefunden. Ursprünglich war ja die Idee, einen der günstigen Flüge von Washington nach New York oder Boston zu nehmen, aber da bestand immer noch das Problem, dass man erst mal nach Washington zum Flughafen kommen muss. Und dafür hätten wir auch wieder ein Auto benötigt für die knapp 4 1/2 stündige Fahrt. Dann warten auf den Abflug, den Flug selbst und die Reise vom Ankunftsflughafen in die Stadt: alles in allem wäre das wohl genauso langwierig und stressig wie die direkte Autofahrt.

Bin also mal gespannt, wie das wird.

Samstag, 14. Juli 2007

What a bargain!!!

Den heutigen Vormittag habe ich mal wieder ausgiebig zum Shoppen in Christiansburg genutzt, und mich dabei neu eingekleidet. Dank der tollen (Schlussverkauf-?)Angebot sogar für wenig Geld, dafür gab´s ein neues paar Schuhe (Turnschuhe jeden Tag sind ja auch nichts), 3 Polo-Shirts, ein T-Shirt, eine kurze Hose sowie ein Virginia Tech "Hookie" T-Shirt. Einen Auszug aus der neuen Sommermoden-Kollektion sehen sie hier:

Da die Woche mal wieder überaus... ereignisreich... war hab ich mich zur Entspannung mit neuer Gaderobe belohnt. Und damit ich nun auch als echter VT-Student durchgehe, regelkonform mit bordeaux-rotem Shirt und Kappe. Wie... äh... spannend... die Woche war kann man meinen Mitschriften entnehmen, die ich hier auszugsweise mal dokumentiert habe. Aber pssst, ist ja alles Top Secret und High-Tech-Forschung!

Dafür wurde ich am Donnerstag geschockt, als ich nach Hause kam. Die Tür öffnend und nichts böses ahnend erblickte ich meinen Mitbewohner Neeraj zwischen Küche und Esstisch auf dem Boden liegend! Hätte ich nicht bis draußen sein Geschnarche hören können hätte ich mir ernsthaft sorgen gemacht und vielleicht Wiederbelebungsversuche gestartet. Aber so... habe ich eher mit dem Gedanken gespielt, den Ketchup aus der Küche zu holen, mit Kreide die aus Krimiserien so berühmten Umrisse aufzuzeichnen und eine spaßige Zeit mit der örtlichen Polizei zu verbringen. Nächstes Mal vielleicht!

Scene of Crime - do not cross!

Nachher erklärte mir Neeraj, er sei von seiner Klausur am gleichen Tag und dem Lernmarathon in den Tagen davor so erschöpft gewesen, dass er sich einfach mal hinlegen musste. Und das war halt eben zufällig in unserem Wohnzimmer!

Gestern abend war er dafür wieder quicklebendig, und als wir gegen 12 die örtliche Discothek "Oge Chis" betraten stürmte er sofort auf die Tanzfläche (dabei hatte er mir neulich gesagt, dass er normalerweise Tanzen überhaupt nicht mag). Und da war er aus unserer Gruppe auch der einzige, der Rest von uns vergnügte sich lieber am Billiard-Tisch. Denn: leider wurden alle meine Befürchtungen und schlimmsten Vermutungen über amerikanische Discotheken bestätigt. Auf der Tanzfläche betätigten sich zu 90% 2 Meter große "african-americans" mit weiblichem Anhang knapp über 21 (soweit ja nicht schlimm), aber so wurde eben auch die GANZE Zeit die entsprechende Musik gespielt: Gangster-Rap und Prolo-HipHop der übelsten Art. Ich hab ja nichts gegen Leute anderer Hautfarbe, aber das was im allgemeinen als "Black Music" bezeichnet wird ist für mich einfach untanzbar und absolut un-unterhaltsam. Um so schlimmer, da ich mich gestern noch nicht einmal sinnlos und besinnungslos betrinken wollte, daher war das Gedröhne nur schwer zu ertragen. Erlöst wurde ich pünktlich um 2 als das Licht anging, und zum ersten Mal seit ich hier bin habe ich mich über die Sperrstunde gefreut.

Weil meine indischen Freunde und Begleiter um diese unchristliche Uhrzeit Hunger hatten und außerdem die Polizeistreife unser "Heimkehr-Vehikel" blockierte machten wir zu Fuß noch einen Abstecher zu McDonalds. Die haben zwar um 2 auch schon geschlossen, aber der Drive-In ist die ganze Nacht auf, und so stellten wir uns zu Fuß zwischen zwei dicken Jeeps voller angetrunkener Halbwüchsiger an. Man muss ja sagen, tagsüber sind die Verkäufer, Bedienungen und Kassenkräfte immer überaus freundlich und zuvorkommend und man fühlt sich als Kunde in den USA meist gut aufgehoben. Aber wer nachts auch nur eine halbwegs motivierte Fleischfachverkäuferin an der Ausgabetheke des Drive-In bei McDo in Blacksburg erwartet, wird bitter enttäuscht. Nun ja, wer will es der Dame verübeln, die ganze Nacht betrunkene Akademiker abservieren zu müssen und zuzugucken, wie aus dem Beifahrerfenster der Mageninhalt entleert wird (wahrscheinlich um Platz für nen BigMac zu machen!?!), da hätte ich auch keine große Lust drauf. Mir hat es zumindest gründlich den Appetit verdorben die Kotzlache im Abstand der Breite eines größeren Mittelklassewagens vor der Durchreiche zu erblicken.

Es lebe also das Studium und die Hoffnung, mal nen anständigen Job zu finden... irgendwann, irgendwo.

Mittwoch, 11. Juli 2007

Spam

Ich frage mich, warum ich meiner Bank meine Email-Adresse gegeben habe... Seit einigen Tagen bekomme ich hier ständig Emails, die mich auffordern, mich auf einer Seite mit meinen Bankdaten anzumelden um mein Kreditkartenkonto vor unauthorisiertem Zugriff Dritter zu schützen. Ist ja nichts ungewöhnliches, Spam-Mails bekomme ich ja auf meine deutsche Email-Adresse in Hülle und Fülle, aber dass meine Virginia-Tech Adresse nach nur einigen Wochen bereits auf irgendeiner Verteilerliste steht macht mich stutzig.
Ach ja, für alle die nicht wissen wo der Begriff SPAM herkommt, habe ich mal ein Beweisfoto gemacht:


Berühmtheit erlangt hat dieses Dosenfleisch durch einen Monty Python Sketch, in dem eine Horde Wikinger in einer Kneipe die ganze Zeit "Spam Spam Spam" ruft und damit jede Unterhaltung unterbindet. Bin mir noch nicht sicher, ob ich das Zeug wirklich mal ausprobieren soll, der Name klingt ja schon irgendwie eklig.

Dass die Amerikaner es mit dem Datenschutz nicht so gaaanz genau nehmen wissen wir ja auch alle, ich hoffe das wird nicht noch schlimmer. Habe mir gestern im Internet noch den neuen "Michael Moore"-Film "Sicko" angeschaut. Ist wieder mal reichlich übertrieben und pathetisch, aber er offenbart sehr eindrucksvoll dass das amerikanische Gesundheitssystem ein ziemlich kaputtes System ist, in dem die Ärmsten der Armen unten durchfallen und es nur um Abzocke und Gewinnmaximierung der privaten Krankenversicherer geht. Unter folgendem Link kann man sich den Film in guter Qualität angucken: http://www.tv-links.co.uk/show.do/9/4667 Auf der gleichen Seite kann man sich noch mit anderen tollen Serien vergnügen! Habe mir da neulich mal all die tollen Cartoon-Serien meiner Kindheit reingezogen, begonnen bei "Odysseus" (von 1983!!!) bis zu DER ORIGINAL Batman-Serie (Adam West ist der einzig wahre Batman !!!).

Sonntag habe ich mir im Kino mit ein paar anderen deutschen Kerlen "Transformers" angeschaut, ebenfalls eine Reminiszenz an längst vergangene (Jugend-)Zeiten. Damals hatte das Thema ja eine ganz andere Faszination auf mich ausgeübt, und die tollen Plastik-Action-Figuren lagern ja schon seit langem bei meinen Eltern im Keller. Wer mit Optimus Prime und Megatron 2 Stunden lang in Jugenderinnerungen schwelgen und sich actionlastig unterhalten lassen will, der kann sich den Film gerne anschauen, man sollte aber wirklich nicht zuviel davon erwarten (Handlung zum Beispiel)...

Gestern mittag gab es in der Werkstatt ein Jambalaya, auf gut deutsch würde man wohl von einem bunten Eintopf mit allerlei Zutaten sprechen. War ganz lecker, auch wenn natürlich nichts über Mamas Linseneintopf geht!

Sonntag, 8. Juli 2007

Was könnte es schöneres geben...

...als morgens vom Radio-Wecker mit sanften Klängen aus den Weiten des Äthers geweckt zu werden... Wäre da nicht diese nervige Werbung, welche die Musik immer so unerbittlich unterbricht. Und ein ganz ganz übles Exemplar schafft es annähernd jeden Morgen, mich fast zur Weißglut zu bringen und mit dem Gedanken zu spielen, den Wecker einfach an die Wand zu klatschen:




Ein weiterer Grund, niemals einen Mazda oder einen Ford zu kaufen. Das weckt wirklich Aggressionen gegen den Kerl mit der nervigen Stimme sowie denjenigen, der die Soundeffekte verbrochen hat. Ganz toll ist auch dieses zusammengeschnittene "Kleingedruckte" am Ende, ich frage mich wer das verstehen soll. Ich hab selten so eine nervige Radiowerbung gehört - "guaranteed!!!" - abgesehen vielleicht vom "Seitenbacher Müsli" im HR3 - "lecker lecker lecker, lecker lecker lecker, lecker lecker lecker"!

Abgesehen davon gehts mir gut, diese Woche habe ich endlich mal Post aus Deutschland bekommen: eine Postkarte von meinen Eltern mit einem Panoramablick über die Skyline Frankfurts (und ganz hinten ist auch irgendwo klein Eschborn zu erahnen), und einen Brief von Simone. Komischerweise ist das der zweite Brief den sie mir geschickt hat, mal abwarten wann / ob der erste ankommt.

Freitag abend war gabs mal wieder ne indische Invasion in der WG, neben meinem Mitbewohner waren noch Ganesh und Akilesh da: eine tolle Gelegenheit also, um den Indern mal die deutsche Küche vorzuführen! Zum Glück hatte ich neulich Bratwürste und Sauerkraut gekauft, und so gab es an diesem Abend eben diese mit Salzkartoffeln! Es hat den Jungs auch gut geschmeckt, und so sind wir danach noch ausgegangen um ein bisschen Billard zu spielen. So nebenbei sind dann noch ein paar Pitcher Bier in unseren Kehlen verdampft, ich hab ein paar Leute vom vorherigen Freitag wiedergetroffen und wir hatten einen netten Abend. Fast wären wir noch nachts Cricket spielen gegangen, haben das dann aber doch auf nen anderen Tag verschoben, bin ja mal gespannt darauf ;)

Heute abend gehts wohl noch ins Kino, mit Sven und ein paar anderen (deutschen) Kerlen. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

brandaktuell: Mein Mitbewohner singt gerade in diesem Moment beim Spülen in der Küche indische Volkslieder, hört sich fast so an wie der nervige Werbeclip ;)

Donnerstag, 5. Juli 2007

Feuerwerk, Poker und Strudel

Das Essen gestern abend war wirklich lecker und nett, Sayak und Trevis haben zusammen gekocht und herausgekommen ist eine interessante indisch - algerisch - österreichische Mischung! Zunächst mal gab es leckere Kartoffel-Gemüse-Gerichte auf indische Art und dazu ein Couscous, welches der algerisch-französischen Küche entlehnt ist. Vincent, der Franzose in unserer Runde, war der einzige der fähig war den Namen des Gerichts fachgemäß auszusprechen, aber geschmeckt hat´s uns allen.

Zum Dessert hatte Trevis dann noch eine Überraschung parat: Er hatte einen "Apricot-Strudel" (heißt tatsächlich hier auch so, ausgesprochen so etwas wie "Schtroudel") vorbereitet und in den Ofen geschoben, der dann mit Vanilleeis serviert wurde. Und das war wirklich lecker! Strudelteig ist ja nicht sonderlich einfach zu machen, und ich war beeindruckt dass es so gut gelungen ist. Immerhin will Trevis dann im Winter, wenn er mit seinem Phyisk-Studium fertig ist, an eine Kochschule gehen. :) War dann wohl doch nicht das richtige Studium...


Nach dem leckeren Essen haben wir uns die Zeit bis zum Feuerwerk mit Pokern vertrieben, Vincent hatte noch nie Texas Hold'em gespielt und so haben wir versucht es ihm beizubringen. Allerdings hatte Sayak seine eigenen Vorstellungen von den Regeln, daher war der Modus diesmal ein bisschen anders als ich es kenne - aber sehr lustig!

Mit vollen Mägen und gut gelaunt liefen wir dann zur Middle School, um pünktlich um 21:30 Uhr dem Beginn des Feuerwerks beizuwohnen. Kennt man eins, kennt man alle, aber es war trotzdem mal wieder eindrucksvoll, besonders das fulminante Ende in hauptsächlich Rot, Blau und Weiß...










Und heute sitze ich wieder am Windkanal und habe es endlich geschafft, meine Sonde zu kalibrieren! Weil ich mich dafür dauernd bücken musste und ständig ein Ventil auf- und zudrehen musste hab ich jetzt Rückenschmerzen sowie ne Blase am rechten Zeigefinger, aber das war´s wert! Und auch mein Kollege Luca, der die Sonde ja mal entworfen hat, hat sich über mein Ergebnis positiv geäußert! Ich freu mich!

Mittwoch, 4. Juli 2007

InDeppenDance-Day (oder so ähnlich)

Heute ist hier in den Staaten der tollste, größte, beste und überhaupt amerikanischste aller Feiertage wo´s gibt: Der Unabhängigkeitstag, auch Independence-Day genannt. Für die historisch weniger betuchten, die damit nur einen mittelmäßigen Actionfilm assoziieren, hier eine kurze Geschichte der amerikanischen Unabhängigkeit: 1776, also in amerikanischer Zeitrechnung kurz nach dem Urknall, wurde am 4. Juli die sogenannte Unabhängigkeitserklärung unterschrieben, womit sich die amerikanischen Kolonien von der britischen Krone lossagten. Im entsprechenden Unabhängigkeitskrieg erstritt man sich militärisch die Freiheit vom Britisch Empire und nebenbei starben abertausende Menschen, und das ist doch mal ein Anlass für einen Feiertag, oder? Wer es genauer wissen will findet zu den Hintergründen im Internet eine Menge Informationen...

Wie dem auch sei, der Tag gilt vielen Amis als Geburtstag der USA als eigenständige Nation, und daher gibts Paraden, Feuerwerke, Konzerte - und nicht zuletzt einen Tag frei! In einem Land, wo man als Arbeitnehmer froh sein kann, 3 Wochen Jahresurlaub zu bekommen, eine willkommene Gelegenheit, mit der Familie ein Picnic oder ein BBQ (auf neu-deutsch Barbeque, auf normal-deutsch: Grillen) zu veranstalten.

Ich selbst habe mir den Tag bis jetzt mit langem Ausschlafen, ein paar Würfen auf den Basketball-Korb, einigen Runden im Pool und anschließendem Sonnenbad verbracht. Außerdem habe ich dann eben noch ein paar Bananen-Muffins gebacken, weil zu wenig Mehl da war musste ich mit Cornflakes improvisieren und herausgekommen ist eine neue Kreation: Banana-Cereal-Muffins mit einem Hauch Zimt! Anlass ist der Anruf, der mich gestern abend ereilte: Sayak und Trevis, 2 der Kerle dich ich letzten Freitag auf dem Wine Social und der anschließenden Absturz-Tour kennengelernt habe, haben mich zum Essen eingeladen. Und als guter Amerik.... ähhh Deutscher bringt man da ja auch gerne was mit und steuert etwas zum gemeinsamen Mahl bei. Mal sehen was der Abend noch so bringt, vielleicht kann ich morgen ein paar schöne Bilder vom Feuerwerk präsentieren.