Den heutigen Vormittag habe ich mal wieder ausgiebig zum Shoppen in Christiansburg genutzt, und mich dabei neu eingekleidet. Dank der tollen (Schlussverkauf-?)Angebot sogar für wenig Geld, dafür gab´s ein neues paar Schuhe (Turnschuhe jeden Tag sind ja auch nichts), 3 Polo-Shirts, ein T-Shirt, eine kurze Hose sowie ein Virginia Tech "Hookie" T-Shirt. Einen Auszug aus der neuen Sommermoden-Kollektion sehen sie hier:
Da die Woche mal wieder überaus... ereignisreich... war hab ich mich zur Entspannung mit neuer Gaderobe belohnt. Und damit ich nun auch als echter VT-Student durchgehe, regelkonform mit bordeaux-rotem Shirt und Kappe. Wie... äh... spannend... die Woche war kann man meinen Mitschriften entnehmen, die ich hier auszugsweise mal dokumentiert habe. Aber pssst, ist ja alles Top Secret und High-Tech-Forschung!
Dafür wurde ich am Donnerstag geschockt, als ich nach Hause kam. Die Tür öffnend und nichts böses ahnend erblickte ich meinen Mitbewohner Neeraj zwischen Küche und Esstisch auf dem Boden liegend! Hätte ich nicht bis draußen sein Geschnarche hören können hätte ich mir ernsthaft sorgen gemacht und vielleicht Wiederbelebungsversuche gestartet. Aber so... habe ich eher mit dem Gedanken gespielt, den Ketchup aus der Küche zu holen, mit Kreide die aus Krimiserien so berühmten Umrisse aufzuzeichnen und eine spaßige Zeit mit der örtlichen Polizei zu verbringen. Nächstes Mal vielleicht!Nachher erklärte mir Neeraj, er sei von seiner Klausur am gleichen Tag und dem Lernmarathon in den Tagen davor so erschöpft gewesen, dass er sich einfach mal hinlegen musste. Und das war halt eben zufällig in unserem Wohnzimmer!
Gestern abend war er dafür wieder quicklebendig, und als wir gegen 12 die örtliche Discothek "Oge Chis" betraten stürmte er sofort auf die Tanzfläche (dabei hatte er mir neulich gesagt, dass er normalerweise Tanzen überhaupt nicht mag). Und da war er aus unserer Gruppe auch der einzige, der Rest von uns vergnügte sich lieber am Billiard-Tisch. Denn: leider wurden alle meine Befürchtungen und schlimmsten Vermutungen über amerikanische Discotheken bestätigt. Auf der Tanzfläche betätigten sich zu 90% 2 Meter große "african-americans" mit weiblichem Anhang knapp über 21 (soweit ja nicht schlimm), aber so wurde eben auch die GANZE Zeit die entsprechende Musik gespielt: Gangster-Rap und Prolo-HipHop der übelsten Art. Ich hab ja nichts gegen Leute anderer Hautfarbe, aber das was im allgemeinen als "Black Music" bezeichnet wird ist für mich einfach untanzbar und absolut un-unterhaltsam. Um so schlimmer, da ich mich gestern noch nicht einmal sinnlos und besinnungslos betrinken wollte, daher war das Gedröhne nur schwer zu ertragen. Erlöst wurde ich pünktlich um 2 als das Licht anging, und zum ersten Mal seit ich hier bin habe ich mich über die Sperrstunde gefreut.
Weil meine indischen Freunde und Begleiter um diese unchristliche Uhrzeit Hunger hatten und außerdem die Polizeistreife unser "Heimkehr-Vehikel" blockierte machten wir zu Fuß noch einen Abstecher zu McDonalds. Die haben zwar um 2 auch schon geschlossen, aber der Drive-In ist die ganze Nacht auf, und so stellten wir uns zu Fuß zwischen zwei dicken Jeeps voller angetrunkener Halbwüchsiger an. Man muss ja sagen, tagsüber sind die Verkäufer, Bedienungen und Kassenkräfte immer überaus freundlich und zuvorkommend und man fühlt sich als Kunde in den USA meist gut aufgehoben. Aber wer nachts auch nur eine halbwegs motivierte Fleischfachverkäuferin an der Ausgabetheke des Drive-In bei McDo in Blacksburg erwartet, wird bitter enttäuscht. Nun ja, wer will es der Dame verübeln, die ganze Nacht betrunkene Akademiker abservieren zu müssen und zuzugucken, wie aus dem Beifahrerfenster der Mageninhalt entleert wird (wahrscheinlich um Platz für nen BigMac zu machen!?!), da hätte ich auch keine große Lust drauf. Mir hat es zumindest gründlich den Appetit verdorben die Kotzlache im Abstand der Breite eines größeren Mittelklassewagens vor der Durchreiche zu erblicken.
Es lebe also das Studium und die Hoffnung, mal nen anständigen Job zu finden... irgendwann, irgendwo.


2 Kommentare:
Ahh... Das Bild mit deinem Mitbewohner ist ja echt übel... Wie aus nem CSI Streifen :) Aber bitte nächstes Mal unbedingt die weiße Kreide!!! :) Ich wünschte ich könnte überall so einschlafen :)
Und wegen des HipHops... naja, da kann ich dich nur bemitleiden... House ist ja in den USA nicht soooo angesagt... :( Aber du kannst ja mal versuchen, den DJ zu bestechen und von halb zwei bis zwei mal die Discoboys CD reinzulegen... "I came for you... lalalalalalalalalalala... "
Aber zwei Uhr ist auch schon hart... aber wieso hat nach der Sperrstunde der Drive-In noch auf... Logik, die begeistert :)
Ach ja, wegen des Ottifanten... das musst du aber in der Restlichen Zeit in den USA noch mal schwer üben, wenn du nach Hause kommst möchte ich das bitte besser sehen! :)
Kommt mir so aus der Schule bekannt vor... was f+r ein Unterrichtsfach war das noch gleich, in dem ich immer Zeichnete? - Ach, stimmt ja! In jedem :)
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