Samstag, 21. Juli 2007

Boston, MA (cont.)

Auch der Samstag stand zur Erkundung Bostons zur Verfügung. Nachdem wir aus dem Hostel ausgecheckt und das Gepäck am (Bus)Bahnhof verstaut hatten setzten wir uns wieder getrennter Wege in Bewegung. Mich zog es nämlich eher ins Hafenviertel, während meine Begleiter auf Shopping aus waren. Entlang der Hafenromenade schlenderte ich unter dem ständigen Platschen der Wellen an die Uferbefestigung entlang und konnte nach dem Streß der letzten Tage und dem dauernden Hetzen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten auch mal abschalten. Da auch die Sonne sich mal blicken ließ machte ich es mir auf einer Bank gemütlich und verbrachte die ein oder andere Stunde damit, den Blick über das große Blau schweifen zu lassen... und an die Heimat und meine Zukunft zu denken. Immerhin steht ja irgendwann die Entscheidung an, wie es weitergehen soll, wenn ich mein Diplom in der Tasche hab. Da dies (trotz der Widrigkeiten und Probleme auf der Arbeit, die ich ja auf dieser Reise mal hinter mir lassen wollte und meist auch konnte) hoffentlich bald eintrifft - ich rechne mit Januar nächsten Jahres - wird es langsam akut.


Wohin also? Da mir ja vermutlich so viele Türen offenstehen werden ist es nicht leicht, sich für etwas zu entscheiden. Naja, damit man sich richtig entscheiden kann muss das Angebot erst mal konkreter sein. Aber man sollte sich ja schon vorher überlegen, was es denn gerne sein sollte, und Bewerbungen etc wollen ja auch ein wenig im Voraus geschrieben und verschickt werden.
Nach langem Hin und Her und etlichen Wochen, die ich diese Gedanken nun schon mit mir rumschleppe, habe ich in Boston am Meer endlich mal die Zeit und Muße gehabt, mich für etwas zu "entscheiden". Ist zwar eigentlich nur so etwas wie eine Konkretisierung einer Wunschvorstellung, aber immerhin. Zumindest werde ich wohl als allererste Option nach Abschluss meines Studiums in Erwägung ziehen, in Darmstadt zu promovieren. Wenn ich bis dahin nicht vollkommen entnervt bin vom wissenschaftlichen Arbeiten und doch irgendeinen Job annehme, nur um bloß nie wieder etwas mit Windkanälen zu tun haben zu müssen.

Aber letztlich kann ich mir doch recht gut vorstellen, mich noch eine gewisse weitere Zeit wissenschaftlich zu betätigen und zu meinen Doktor zu machen. Eine "gewisse Zeit" ist freilich etwas untertrieben, denn leider dauert so eine Promotion in Darmstadt ja in der Regel 4-5 Jahre. Also mal eben so viel Zeit, wie ich bisher in Darmstadt mit dem Studium verbracht habe. Und bis ich dann fertig bin, wäre ich über 30. Vielleicht geht´s ja auch schneller, mal schauen.

Falls das nicht klappen sollte... tja, dann weiß ich im Moment auch nicht so recht weiter. Jobs gibt´s sicher in Hülle und Fülle (zumindest wird das ja immer erzählt), aber welche Richtung ich da einschlagen sollte weiß ich auch noch nicht so recht. Und wo es mich hinverschlagen würde.

Ich bin zumindest mal zufrieden mit dieser "Vorentscheidung", die Zukunft wird´s zeigen wie die Geschichte ausgeht. Und eigentlich war ich ja auch in Boston, um etwas von der Stadt zu sehen...

Also machte ich mich wieder auf die Socken ins Stadtzentrum, um dort im Quincy Market ein gescheites Mittagessen zu mir zu nehmen. Das "fangfrische Schwertfisch-Steak mit Reis" war auch wirklich gut und das kulinarische Highlight dieser Reise. An Hummer, der hier wirklich sehr günstig zu bekommen ist, hab ich mich dann doch nicht getraut, und auch so fiel die Auwahl zwischen den vielen Köstlichkeiten in der Markthalle schwer. Auch mit dieser Wahl konnte ich zufrieden sein.

Nachmittags ging es dann per Chinatown-Bus wieder zurück nach New York, wo wir im Candy Hostel (gerade mal 2 Häuser vom vorherigen Hostel entfernt) unterkamen. Der Eingang ins Hostel durch das Untergeschoss war erschreckend und ließ Zweifel an der Qualität der Einrichtung aufkommen, aber als wir dann im Eingangbereich ankamen waren wir erleichtert. Wie sich herausstellte war die auf der Reservierung angegebene Adresse der Hintereingang, und die Zimmer und sanitären Einrichtungen waren wirklich top! Wer mal nach NY kommt, dem kann ich diese bleibe in der 96. (und nicht 95.!) Straße West nur empfehlen!

1 Kommentar:

Andreas Schreiber hat gesagt…

Dr. Duchmann... hört sich gut an :)

Dann haben wir dich ja noch für 4 Jahre in unserer Nähe und müssen nicht bangen, dass es dich ins Ausland verschlägt... Dann hast du deinen DR. wenn ich vielleicht mit meinem Dipl. fertig bin... So ein Dipl. ist ja auch ein Auslaufmodel... Auch in Darmstadt hat der Bachelor seine Domäne gefunden... :(

Greetinx!