So habe ich dann den Tag mit Literaturrecherche und der Bastelei am Versuchsaufbau verbracht, zwischendurch noch ein leckeres Chili gegessen (ok, es waren die Reste vom Vorabend - aber wenigstens mal was Selbstgekochtes!) und mich um diverse organisatorische Angelegenheiten gekümmert. Am Freitag habe ich einen Termin mit meinem Professor, da werde ich dann hoffentlich endlich konkret erfahren was meine Aufgabe für die 6 Monate hier sein wird. Ein paar Dinge hat er schon anklingen lassen, zum Beispiel muss ich zunächst eine Sondenaufnahme konstruieren und mich dabei insbesondere um die Dichtheit des Windkanals kümmern - nicht einfach, wenn man eine Sonde in 2 Achsen von außen verfahren will. Aber hey, wofür gibts denn deutsche Maschinenbau-Ingenieure?!?! Außerdem werde ich eh ständig "gehänselt", weil ich als "Mechanical Engineer" am "Aerospace"-Institut arbeite, es gibt da so gewisse Differenzen zwischen den Disziplinen (vergleichbar mit den Bauingenieuren und den Maschinenbauern, Frankfurt und Offenbach, Bier- und Weintrinkern... ;)
Dann muss ich eben mal meine "mechanischen" bzw. konstruktiven Fähigkeiten unter Beweis stellen. Liegt mir zwar nicht so ganz, aber ich bin ja auch nicht zum Spaß hergekommen.
Generell fühle ich mich von Tag zu Tag eigentlich besser, zumindest stellt sich langsam so etwas wie ein Alltag bzw. Normalität ein. Wobei es mir natürlich immer noch wehtut, nicht in der Nähe meiner Liebsten sein zu können. Das Internet als Kommunikationsmittel und vor allem Skype ermöglichen zwar eine hervorragende Kommunikation, aber irgendwie macht es das auch nicht wirklich einfacher. Also, emotional meine ich. Die "ständige Verfügbarkeit"in Form von Internet-Telefonie, Chats, Mails oder diesem Blog lässt die räumlich doch sehr große Distanz für einen Moment vergessen, aber nach dem Auflegen / Abschalten bleibt eine umso größere Leere zurück. Und insbesondere der Zeitunterschied ist doch sehr gewöhnungsbedürftig. Wenn ich aufwache, ist in Deutschland Mittagszeit, wenn ich auf die Arbeit komme schon fast wieder Feierabend, wenn ich heimkomme schläft schon alles. Andersrum wäre es glaube ich einfacher für mich, so komme ich mir so vor als würde ich der Zeit hinterherhinken. Weil ich mich doch irgendwie immer noch an der deutschen Zeit orientiere. Aber das wird sich bestimmt auch noch geben... mit der Zeit!

1 Kommentar:
Dem Ingenieur ist nix zu schwör... schön, wenn du an den einfachen Dingen des Lebens (wie dieses Dingsda) Spaß haben kannst!
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