Unvorhersehbar war dann auch, wann Felix denn wieder im Apartment auftauchen würde. Der hatte sich ja vor einigen Tagen mit seinem Kumpel Lars in Richtung New York in Bewegung gesetzt, und ich hatte es so verstanden, dass sie Montag zurückkommen und Dienstag zurück nach Deutschland fliegen würden.
Nachdem ich gestern abend zur Entspannung mit Felix Mitbewohner ein wenig Tennis spielen war (naja, wenig ist gut, 2 1/2 Stunden standen wir auf dem Court, und da ich ja noch nie Tennis gespielt und seit 1 Jahr keinen ernsthaften Sport mehr getrieben hatte viel mir das alles nicht sooo leicht) war ich irgendwann beim Lesen eingepennt. So gegen 1 Uhr nachts drangen dann Rufe durch das Fenster an mein Ohr. Nach dem kurzen Zustand der Verwirrung, der immer auftritt, wenn man mich aus dem Tiefschlaf in die Welt der Lebenden zurückholt, konnte ich die Stimme von Felix erkennen. Ich machte ihm also die Tür auf, obwohl ich ihn ja erst etliche Stunden später erwartet hatte. Tja, und da erfuhr ich dann, dass die beiden quasi nur auf nem Zwischenstopp waren. Denn um 4:30 Uhr mussten sie wieder los, diesmal Richtung Flughafen - der Rückflug nach "good old germany" wartete! Ein paar Kleinigkeiten waren in den 3 Stunden bis zum Ende seines einjährigen Aufenthalts hier noch zu erledigen, so wie zum Beispiel Wäsche waschen und 2 riesige Koffer packen... ;)
Naja, bis 4:30 war dann in der Tat alles erledigt, ich bekam noch ein paar übriggebliebene Utensilien (z.B. Sonnencreme) die er nicht mit Heimschleppen wollte. Eine kurze aber herzliche Abschiedsszene folgte und mir wurde beteuert, dass ich doch so ein Glück habe noch hier bleiben zu dürfen. Ehrlich gesagt wäre ich in dem Moment am liebsten an Felix Stelle nach Deutschland zurückgekehrt, weil mir mal wieder klar wurde, dass da doch eine ganze Reihe liebe Menschen sind, die ich gerne mal wieder umarmen würde. Anbetracht all der Strapazen der ersten Woche vielleicht ein nachvollziehbarer Wunsch, aber keine wirkliche Option. Denn eigentlich will ich das hier durchziehen, und sooo lange ist der Aufenthalt hier ja nun auch wieder nicht.
So gegen halb 5 lag ich dann wieder im Bett, und zum erstem Mal seit meiner Ankunft wachte ich gegen 8 Uhr von selbst wieder auf. Einerseits ein gutes Zeichen, den Jetlag so langsam überwunden zu haben. Andererseits hätten es schon noch ein paar mehr Stunden Schlaf sein dürfen, denn mein Kopf fühlt sich den ganzen Tag so komisch an. Kann aber auch an diesem super-schwülen Wetter liegen. Mal gespannt, wie das hier weitergeht.
Montag, 28. Mai 2007
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