Sonntag, 3. Juni 2007

Umzug

Gestern bin ich mit meinem gesamten Hab und Gut in mein Apartment umgezogen. Und weil ich es da nun 6 Monate aushalten muss habe ich mich vorher noch ein wenig mit Dingen eingedeckt, die man im alltäglichen Leben so braucht. Vormittags war ich also in der "New River Valley Mall" in Christiansburg (das ist der nächste "größere" Ort hier, eigentlich hat er seine Daseinsberechtigung nur weil da die Bezirksverwaltung sitzt). Und weil man hier auf dem Ländle ja so viel Platz hat klatscht man einen riesigen Gebäudekomplex hin, wo sich diverse Geschäfte akkumulieren. Vom Angebot in etwa vergleichbar mit dem Nordwestzentrum erstreckt sich das Gelände auf etwa der dreifachen Größe. Man hat´s ja...

Nebenan bei Walmart habe ich für knapp 70 Dollar das Notwendigste erstanden:
Teller, Gläser, Pfanne, Stehlampe, Glühbirnen, Bügeleisen, kurze Hose etc. pp. Vollbeladen hab ich mich dann wieder in den Bus nach Blacksburg gesetzt und wäre dabei fast erfroren. Das ich auf dem Walmart-Parkplatz so viele SUV und überdimensionierte Mittelklassewagen für kleinkarierte Dörfler sehen würde wie noch nie in meinem Leben zuvor hatte ich mir ja vorher schon gedacht. Klimaschutz lässt grüßen. "Andere reden vom Ozonloch, wir tun was!" Aber an diesen Klimaanlagen-Wahn muss man sich wirklich gewöhnen. Es war gestern nicht mal annähernd warm draußen, trotzdem musste der Busfahrer das Gefährt in eine arktische Eishöhle verwandeln. Auf dem Parkplatz geparkte Autos mit laufender Klimaanlage, während die Besitzer schön am Shoppen sind. Tztztztz....

Generell muss man sich in vielerlei Hinsicht umstellen. Gerade in der Umgebung großer Einkaufszentren würde man als Mitteleuropäer ja mal so etwas wie Bürgersteige erwarten. Aber in Virginia? Fehlanzeige! Da muss man, um von der Mall zu Walmart zu kommen, über die 6-spurige Straße irgendwie drüberhuschen und versuchen, dabei nicht von einem Truck mit Kuhfang erfasst zu werden.

Naja, that´s life. Nachmittags hab ich dann meine Koffer geschnappt und bin umgezogen. Luftlinie geschätzte 65 Meter. Da hatte ich schon echt Glück, dass das mit dem Apartment geklappt hat. Hätte ich meine Matratze bis ins Stadtzentrum schleppen müssen, hätten mich die Kühe auf der Weide bestimmt noch dümmer angeglotzt als sie das sonst immer schon tun. So hat das Ganze nur ne halbe Stunde gedauert und ich kann mich sogar ins gleiche WLAN-Netz einwählen wie schon seit 2 Wochen - leider ist hier die Verbindung weniger stabil ;) Aber wenn mein Mitbewohner irgendwann nächste Woche einzieht werden wir wohl auch hoffentlich eine feste Internet-Leitung bekommen. Und dann gibt´s noch viiiiiiiiieeeeeeel mehr zu lesen in diesem Blog!

Heute hat es dann den ganzen Tag geregnet. Allerbeste Voraussetzung also, um den Tag lernend und arbeitend drin zu verbringen. Ist zwar nicht meine Lieblingsbeschäftigung an einem Sonntag, aber morgen zur Arbeitsbesprechung will ich wenigstens etwas vorzuweisen haben. Habe daher stundenlang versucht, Widerstandsberechnungen für die Sonde in der Überschallströmung anzustellen. Hat natürlich nicht hingehauen, vielleicht weiß von Euch ja jemand Rat?

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Tomas hat gesagt…

hier ist ein guter Rat:
mal feste von oben druffhauen!

Und mit dem Walmart.... GENAU dasselbe hatte ich auch in Indiana. Jetzt bekomme ich jedes Mal, wenn ich deinen Blog lese, ein Deja Vu. Komisch...

Anonym hat gesagt…

Ozonloch? Ich hab noch keins gesehen...

Widerstand ist übrigens zwecklos... und sollte er doch von Nöten sein: R = U/I ... das kann ich noch!!!

Hoffentlich willst du nicht auch einen SUV kaufen, wenn du wieder hier bist... so aus Gewohnheit ;o)