Montag, 10. September 2007

Lustisch...

Das Wochenende war mal wieder ziemlich ereignisarm. Außer einem Shopping-Trip nach Christiansburg inkl. Kauf einiger neuer Kleidungsstücke, nem kurzen Tennis-Match mit Mihai (das ich 6:4 und 7:5 verlor) und einer Pizza im Cellar mit Sayak und nem anderen Inder gibts nichts Nennenswertes zu berichten.

Und auch wenn der heutige Arbeitstag lang und unergiebig war, so gehts mir irgendwie gut. Ich bin zwar müde und erschlagen und habe den ganzen Tag Sodbrennen, aber beschweren hilft ja nichts. Stattdessen habe ich mich heute im Bus wieder über diverse Kuriositäten amüsieren dürfen. Zunächst mal stand da auf dem Drillfield, dem zentralen Platz der Uni, eine Horde mehrerer hunderter junger Damen, und es stand da ein Wagen von nem Radiosender wo laute Musik herauskam. Angesichts der Tatsache, dass hier in Blacksburg wohl doch überwiegend testosterongeladene männliche Heranwachsende studieren war es irgendwie grotesk, dass ich in der Menschentraube nicht eine männliche Person ausmachen konnte. Natürlich standen ein paar verpickelte, Hornbrillen-tragende Studenten (offensichtlich Informatiker) hinter ein paar Bäumen und haben verstohlen rübergeguckt. Interessiert hätte mich auch mal, was da los war, rein aus Neugier natürlich ;)

Im Bus setzte sich dann ne junge Dame neben mich, die so ein kläffendes Etwas im Arm hatte. Und diese Handvoll Hund hatte dann - es wird ja langsam Herbst und das arme Tier friert bestimmt schon fürchterlich - ein Polohemd an! Stilecht mit hochgeklapptem Kragen :)

Mir gegenüber saß jemand, den ich kaum anschauen konnte ohne laut loslachen zu müssen. Wenn es etwas gibt, was noch lächerlicher aussieht als Eichhörnchenfrisuren, dann sind es Kerle mit Haarreifen. Das schnöde Plastikding hatte simplerweise die Aufgabe, das viel zu lange Pony vorm Herunterfallen vor die Augen zu bewahren. Am liebsten hätte ich den Fuzzi mal zum Militärfriseur geschickt, der in den letzten Wochen die neuen Kadetten auf dem Campus geschoren und zurechtgestutzt hat. Sachen gibts...

... zum Beispiel auch betrunkene Eichhörnchen auf dem Campus. Da wollte doch heute morgen so ein dummes Vieh vor mir fliehen und hat sich dafür einen Laternenpfahl ausgesucht. Vom Gehweg ist es also an den Pfahl gesprungen, hat dort natürlich keinen Halt gefunden, und ist heruntergepurzelt. Wäre ja auch alles nicht so schlimm gewesen, wäre da nicht noch ein Geländer im Weg gewesen. An diesem ist es mit seinem Allerwertesten hängengeblieben und hat einen wunderschönen Purzelbaum hingelegt - leider mit Landung auf der Nase. Das süße Hasscherl war dann erst mal recht benommen und ist weitergetorkelt.

Manchmal hätte man einfach gerne seine Digitalkamera immer dabei und parat...

2 Kommentare:

Tomas hat gesagt…

siehste, JETZT lerntst du die schönen Sachen des Lebens im Amiland zu schätzen! Heimliches über andere lustig machen und sich dann wundern, wie wir eigentlich den krieg verlieren konnten - das macht den Reiz an den USA aus!

PS: spielt nächstes Mal drei Gewinnsätze, dann macht er bestimmt schlapp!

Andreas Schreiber hat gesagt…

Jaja, da ist das Trinken in der Öffentlichkeit schon verboten und dann halen sich nicht einmal die Tiere im Park daran... was sagt uns das: USA - Länder des unbegrenzten aus braunen Papiertüten in der Öffentlichkeit trinken denn keiner weiß was da drin ist...

Armes Hörnchen... hat vom herumpurzeln bestimmt ein ordentliches Horn auf dem Kopf... also ein Doppeleichhornhörnchen? Juhu! Der Alex hat eine neue Spezies entdeckt...